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Turnsaal

Aktuelle Vorsorgetipps

September 2010

Arthrose

(= degenerative Gelenksveränderung, die mit einer Zerstörung des Knorpels einhergeht)

Im schematisierten Ablauf:

1. Knorpelelastizität nimmt ab  
2. Knorpelabrieb und Komprimierung des Gelenkknochens - Schmerzen treten auf
3. Zystenbildung Knochenreibung - Instabilität des Gelenkes
4. Funktionsverlust des Gelenkes  

Der Knorpel ist ein Gewebe mit hohem Eiweißanteil, der zwischen den Knochen der Gelenke als "Stoßdämpfer", Kraftvermittler und Gleitschicht dient.

Was löst eine Arthrose aus?
Die primäre Arthrose oder Osteoarthritis steht in erster Linie im Zusammenhang mit dem Alter. Der Wassergehalt im Knorpelgewebe nimmt mit zunehmendem Alter ab und das Knorpelgewebe verschleißt. Die Ursachen sind vielfältig, aber stehen immer im Zusammenhang mit der Beanspruchung des Gelenkes.
Die mechanische Belastung des Knorpels führt zur Irritation und Entzündung im Gelenk.

Um frühzeitig diesem Kreislauf entgegen zu wirken, ist es notwendig, regelmäßig den Knorpel zu "trainieren".
Wer rastet, der rostet - trifft auch auf den Knorpel zu, deswegen ist regelmäßige Bewegung das Um und Auf auch bereits für arthrotisch veränderte Gelenke.
Unter gezielter Anleitung kann auch ein schmerzhaftes Gelenk wieder schmerzfrei werden und der Gelenksersatz hintanstehen.
In der Römertherme und dem Badener Kurzentrum können Sie mit Unterwassergymnastik und Trockengymnastik unter fachhmännischer Anleitung dem Knorpelabbau entgegen wirken.
 

August 2010

Osteoporose - eine Volkskrankheit

(= systemische Erkrankung des Skeletts, die zu einer Verminderung der Knochenmasse und einer Verschlechterung der Knochenarchitektur mit entsprechend reduzierter Festigkeit und erhöhter Frakturneigung führt)

Vorbeugung durch Therapie und Sport

Einflussvon körperlicher Aktivität und Sport auf das Osteoporoserisiko
Die zentralen Ziele von Sport und Bewegung im Zusammenhang mit Osteoporose sind einerseits die Reduktion der Sturzneigung, andererseits die Erhöhung bzw. der Erhalt der Knochenfestigkeit. Über eine Bewegungstherapie lassen sich ferner osteoporotisch bedingte Schmerzen positiv beeinflussen und generell die Leistungsfähigkeit und Mobilität steigern.

Trainingsziel - Knochenfestigkeit und Sturzprophylaxe
Um eine Wirkung am Knochen zu erzielen, sollte in jedem Fall zweimal pro Woche trainiert werden. Generell sollte ein Training nicht ausschließlich auf den Knochen ausgerichtet sein, sondern die motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem ausgewogenen Verhältnis verbessern, um die physische Leistungsfähigkeit optimal zu fördern und möglichst viele Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten positiv zu beeinflussen. Es sollten dementsprechend immer Elemente von Kraft-, Ausdauer-, Beweglichkeits-, Koordinations und Gleichgewichtstraining Anwendung finden.
 

Juli 2010

Wasser und Hydrotherapie

Wasser, die Quelle des Lebens, ist bereits seit Jahrtausend als Heilmittel bekannt.
Die Hydrotherapie ist die methodische Anwendung von Wasser zur Behandlung akuter oder chronischer Beschwerden.

Anwendungsformen
• Waschungen
• Wickel, Packungen, Auflagen und Kompressen
• Güsse
• Bäder (Teil- und Vollbäder) mit und ohne Zusätze
• Sauna, Dampfbäder

Wirkungen:
Die Applikation kalten Wassers bewirkt zunächst eine lokale Vasokonstriktion (Verengung) der Hautgefäße, sodann eine Vasodilation (Gefäßerweiterung) mit reaktiver Erwärmung.
Angenommen wird eine analgetische und antiphlogistische Wirkung bei aktuen Entzündungsprozessen. Eine generelle Kreislauf- und Atemanregung soll eine weitere Folge der dauerhaften Anwendung einer Kaltwasserapplikation sein. Bei der Anwendung warmen Wassers kommt es nur zur Dilatation der Hautgefäße und dadurch zu einer verstärkten Durchblutung der Muskulatur.

Diese Wirkung und der Umstand, dass man im Wasser einem Auftrieb ausgesetzt ist, macht natürlich auch die Bewegung bei degenerativen Gelenkserkrankungen um einiges leichter. Wir sehen somit, dass Bewegung im Wasser unserer Gesundheit sehr förderlich ist.
Jetzt, da gerade der Sommer vor der Türe steht, kann man diesen Genuss sogar im Freien genießen und somit seinem Körper was Gutes tun.
Es ist sowohl möglich, im Badener Kurzentrum Therapien in Anspruch zu nehmen, als auch in der Römertherme nur dem "Freizeitvergnügen Baden" nach zu gehen!

Juni 2010

Aufrecht durchs Leben

Fehlhaltungen erkennen und verändern

Eine falsche Angewohnheit wird rasch zum schmerzhaften Problem.
Rundrücken, Plattfüße oder Hohlkreuz führen bei langdauernder Fehlbelastung zu Schmerzen. Zudem lässt uns eine schlechte Haltung älter und unattraktiv aussehen. Für die Veränderung der eigenen Haltung sind zwei Faktoren entscheidend: Belastungskräfte und Langzeiteffekte.
Ein Nickerchen im Fernsehsessel mit vorgefallenen Schultern wird keine Folgeschäden verursachen. Wer 20 Jahre lang als Friseuse mit Rundrücken und hochgezogenen Schultern arbeitet, tut sich mit Sicherheit nichts Gutes. Dasselbe gilt für jahrelanges Laufen mit einer Beinachsenfehlstellung, Sitzen mit Rundrücken oder ewiges Stehen im Hohlkreuz.
Im Alltag sollte man regelmäßig Übungen machen, um dieser Fehlhaltung entgegenzuwirken und erst gar nicht den Schmerz aufkommen zu lassen.Die Aussicht auf Erfolg ist bei entsprechender Bewegung und gezielten Übungen sehr groß.
Verspannungen entstehen durch Fehlhaltungen und ungünstige Bewegungsmuster. Eine dauerhafte Lösung bietet ein Umprogrammieren eingeschliffener Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten im Alltag. Mit etwas Aufmerksamkeit werden normale Beschäftigungen wie Stehen, Gehen, Treppensteigen oder das Hantieren mit Gegenständen automatisch zu hochwirksamen Übungen - ohne Zeitaufwand und Kosten!

Durch eine Selbst- oder Fremdanalyse der eigenen Alltagshaltung in den verschiedenen Lebenslagen wird eine eventuell notwendige Haltungsveränderung erkannt. Natürlich passiert eine Änderung von Alltagsbewegungen nicht von heute auf morgen. Es kommt wiederum auf das eigene "Durch-Haltevermögen" an. Anleitungen und Vorschläge sollten natürlich unter fachkundiger Anleitung erfolgen.
Die Möglichkeit dazu besteht im Badener Kurzentrum, unserem physikalischen Institut, im Badener Hof sowie inder Römertherme, wo geschultes Personal Sie gerne hierzu beraten werden.

Mai 2010

Thermotherapie

Thermotherapie umfasst die Wärme- und Kältetherapie. Schon seit Jahrhunderten ist der positive Einfluss bei bestimmten Erkrankungen, wie etwa bei Schmerzen von Wärme- wie auch Kältebehandlungen bekannt. Ein bekanntes Beispiel ist die Kneipptherapie.

Wärmetherapie Übersicht:
• Warmpackungen mit Peloiden (z.B. Fango, Munari oder Moor)
• Ultraschall (durch mechanische Wellen wird ein Vibrations- und Wärmeeffekt erzeugt)
• Paraffinbad der Hände (Eintauchen der Hände in flüssiges Paraffin, anschließend Einschlagen der Hände in Tücher)
• Voll- und Teilbäder mit Peloiden
• Infrarot (durch Einstrahlen von optischer Energie wird das Gewebe erwärmt)
• Heißluft Heiße Rolle (mit heißem Wasser getränkte aufgerollte Frotteetücher)

Kältetherapie Übersicht:
• direkte Eiseinwirkung in Form von Eismanschetten, Eiskompressen, Eis/Gelbeutel
• Kältesprays, Kaltgas und Kaltluft
• Eisteilbäder in Fuß- oder Armbadewannen
• Kneipp-Therapie: Wassertreten, kalte Güsse, Barfußgehen
• aber auch sog. Hot-Ice-Therapie (nicht abkühlen unter 0 Grad)

Therapeutische Wirkungen

Wärme
Schmerzdämpfung und Durchblutungs- bzw. Stoffwechselsteigerung. Sie wirkt muskelentspannend und kann die Elastizität von bindegewebigen Strukturen verbessern.

Kälte
Bei kurzzeitigem Kältereiz erhöht sich der Spannungszustand der Muskulatur. Wendet man Kälte länger an, ist jedoch auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Verkrampfungen werden gelockert, die Muskelaktivität sinkt. Kälte kann Schmerzen lindern, weil sie die Leistungsgeschwindigkeit von Nerven herabsetzt und Schmerzrezeptoren in ihrer Aktivität dämpft. Der Kältereiz reduziert die Durchblutung, weil sich die Blutgefäße am Ort der Anwendung eng stellen. Dadurch wird Schwellungen und Blutergüssen nach Verletzungen oder im Rahmen von Entzündungen entgegengewirkt.

April 2010

In- und Outdooraktivitäten

Der Frühling ist nun wieder ins Land eingekehrt und somit auch das Verlangen, sich in der Natur aufzuhalten.
Die Indooraktivitäten werden nun ins Freie verlagert und dabei muss man jedoch nur aufpassen, dass man den Körper nicht überfordert.
Bei den Outdooraktivitäten sollte man es langsam angehen lassen, da sich der Körper auch mit seinem Biorhythmus an die neue Jahreszeit adaptieren muss.
Die Muskulatur sollte langsam an die gewünschte Belastungsintensität herangeführt werden, um somit dem bekannten und gefürchteten Muskulatur vorzubeugen.
Auch ein Aufenthalt an der Sonne um die Vitamin-D-Produktion anzukurbeln ist sowohl für das muskulo-skeletalle System als auch für die Psyche ein positiver Aspekt um erfolgreich gegen die Frühjahrsmüdigkeit anzukämpfen.
Als Ergänzung ist natürlich auch anzuraten, sich die verspannte Muskulatur massieren zu lassen, eine Wärmeanwendung in Form einer Infrarotkabine oder Sauna, um eine optimale Regeneration der Muskulatur zu gewährleisten.
Sie sehen, es genügt schon wenig, um sein Wohlbefinden zu optimieren und einen Teil davon finden Sie im Badener Kurzentrum/Physikalisches Institut, im Badener Hof und in der Römertherme.

März 2010

Schwefel und seine Wirkung

Bereits in der Antike war die heilende Wirkung der warmen Heilquellen und des Schwefelwassers bekannt.
Die Wirkung der Thermalquelle ist zurück zu führen auf die physikalischen Eigenschaften Wassertemperatur/Wasserdruck/Auftrieb und Wasserwiderstand.
Die chemischen Eigenschaften ergeben  sich aus den gelösten Stoffen des Schwefels. Warmes Wasser bewirkt eine bessere Durchblutung der Haut. Der Auftrieb bewirkt ein nahezu schwereloses Gefühl im Wasser und der Widerstand ermöglicht ein sanftes Krafttraining.
Schwefel wird über Penetration der Haut und Inhalationen aufgenommen. Der Schutzmechanismus gegen schädigende Wirkung von Freien Radikalen wird starkt verbessert, sodass dem oxidativen Stress positiv vorgebeugt wird.
Auch die Oxidierbarkeit der LDL-Fraktion des Cholesterins und auch der Homocysteinspiegel im Blutplasma wird herabgesetzt, sodass eine gewisse Gefäßprotektivität daraus abgeleitet werden kann.

Februar 2010

Winterblues

Kurze Tage, grauer Himmel, kaltes feuchtes Wetter - den meisten von uns schlägt der Winter aufs Gemüt: in verschiedener Ausprägung sind wir wohl alle von einer derartigen Stimmungsschwankung betroffen.
Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung leiden am sogenannten Winterblues. Symptome sind schlechte Laune, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit und Kohlenhydrat-Heisshunger.
Die Dauer der Symptome reichen von Oktober bis Februar und werden im Frühjahr durch eine Phase der Hochstimmung abgelöst.
Die effektivste und einfachste Vorbeugung bzw. Therapie gegen den Winterblues ist Bewegung in freier Natur mit Nutzung der wenigen Sonnenstrahlen.
Einer US-Studie zu Folge bewirken 30 Minuten körperliche Betätigung täglich auf dem Laufband oder Hometrainer eine schnellere Besserung der Beschwerden.
Eine weitere Therapiemöglichkeit stellt die Lichttherapie dar. Der Patient sitzt täglich 30 Minuten bis 3 Stunden vor einer Therapielampe mit einer Helligkeit von 10.000 Lux.
Fazit: die beste Vorbeugung gegen den Winterblues ist immer noch Bewegung an der frischen Luft mit Nutzung der vorhandenen Sonnenstrahlen.

Jänner 2010

Winter - jene Zeit, die den Körper am meisten schwächt

Beim Aufstehen fängt es an:
Schon das Aufstehen fällt am Morgen im Winter viel schwerer, als in der warmen Jahreszeit. Wer mag, kann unter die Dusche springen und so richtig wach werden. Ein durchblutungsförderndes Bodytonic sorgt noch für einen zusätzlichen Frischekick.
Das gesunde Frühstück im Winter:
Im Winter sollte das Frühstück besonders vitaminreich und ausgewogen ausfallen. Dazu gehören Vollkornbrot, Müsli und frisches Obst.
Was tun, wenn sich die ersten Anzeichen der Erkältung zeigen?
Den Oberkörper morgens mit ätherischen Ölen einreiben, kann die Erkältung noch in der Entstehung ausbremsen.
So wird die Entzündung vorgebeugt und die Atemwege werden befreit. Einen weiteren Effekt bringt die Massage mit welcher die Öle aufgebracht werden.

Ein Erkältungstee aus der Apotheke und ein Erkältungsbad runden die Behandlung der Erkältung ab bzw. verhindern den Ausbruch.
Ein Basentag entsäuert den Körper und macht fit.

Die Ernährung ist im Winter wichtiger denn je. Wir neigen im Winter neben dem unvermeidbaren Sonnenlichtmangel oftmals zu einer viel zu schweren und säuernden Kost. Ein sogenannter Basentag kann das Wohlbefinden massgeblich steigern.

Dezember 2009

Der gute Tipp im Dezember

Wenn die Tage immer kürzer werden und somit die tägliche Sonneneinstrahlung immer schwächer und der Organismus sich auf den Winter einstellt, sollte man seine Aktivitäten aufrecht erhalten.
Biologisch ist unser Organismus natürlich so programmiert, das er nun bestrebt ist, Energie zu speichern in Form von subkutanem Fett und generell den Grundumsatz reduziert.
In unserer modernen Gesellschaft ist dieses Reaktionsmuster schon lange nicht mehr notwendig und man sollte trachten, dass man sich ausgewogen ernährt und auch viel Bewegung an der frischen Luft durchführt.
Ein ebenso wichtiger Faktor stellt der Schlaft dar, den man nicht vernachlässigen sollte.
Bei beachten dieser Grundregeln wird auch unser Immunsystem positiv beeinflusst, denn in der kalten Jahreszeit treten wiederum gehäuft Erkrankungen der Atemwege und grippale Infekte auf, sodass man gesund über die kalte Jahreszeit kommt.
Auch gibt es kein schlechtes Wetter für Outdoor-Aktivitäten, sondern nur die falsche Bekleidung.
So hoffe ich, dass jeder die Adventzeit unbeschadet übersteht und das Jahr 2010 mit frischem Elan angeht.
Ich wünsche Frohe Weihnachten und ein Prosit Neujahr im Namen des gesamten Teams, Dr. Sonja Hamerle-Reiter, Ärztl. Leitung.